Was versteht man unter Word-of-Mouth-Marketing?

Word-of-Mouth-Marketing

Den Begriff Word-of-Mouth (WoM) oder Mund-zu-Mund-Propaganda beschreibt die mündliche Verbreitung von Informationen. Somit werden Informationen innerhalb eines persönlichen Gespräches zu verschiedenen Themen ausgetauscht und bewertet.

Unter Word-of-Mouth-Marketing versteht man eine wertende Äußerung der Meinung über verschieden Produkte, Marken, Unternehmen und Dienstleistungen zwischen den Endverbrauchern. Es ist Teil des Digital Marketings.

Wie genau das ganze aussieht und funktioniert, erfährst du in diesem Beitrag!

Warum Word-of-Mouth-Marketing so wichtig ist?

Word-of-Mouth Marketing passiert auf einer anderen, persönlicheren, sozialeren Ebene, als die klassische Werbung. Das heißt, dass durch das Gespräch zwischen Käufer/in eines Produktes und einem potenziellen Käufer/in, eine Vertrauensbasis aufgebaut wird. Es ist eine Strategie des Growth Marketing.

Grundsätzlich stehen Empfehlungsmarketing, Viralmarketing, Word-of-Mouth-Marketing sowie Buzzmarketing in sehr engem Bezug zueinander. Alle drei Strategien haben das Ziel Buzz zu kreieren. Buzz auf Deutsch übersetzt bedeutet so viel wie “Gerücht” oder “Aufregung”, wobei die Verbreitung von positiver Nachrichten über ein bestimmtes Produkt im Mittelpunkt steht. So wird durch das, im besten Fall eben positive Gespräch über das Produkt durch das Word-of-Mouth-Marketing, Reichweite generiert.

 

Damit ein Produkt eines Unternehmens gut vermarktet werden kann wird das Word-of-Mouth-Prinzip eingesetzt. Durch diese Marketing-Strategie bekommen die potenziellen Käufer/innen eine extrinsische Motivation zum Produkt. Die Motivation zum Kauf kann über Rabatte, Gutscheincodes, definierte Werte der Firma bezüglich ethischen Werten oder ähnlichem stattfinden. Beim Kauf des Produktes wird der Konsument im selben Atemzug dazu aufgefordert eine Rezension abzugeben oder das Produkt weiterzuempfehlen.

Persönliche Empfehlungen

 

Was trennt Viralmarketing, Buzzmarketing und Word-of-Mouth-Marketing voneinander?

Viralmarketing, Buzzmarketing und Word-of-Mouth-Marketing sind nicht ein und dieselben Marketing-Strategien. Experten haben zur Abgrenzung zwischen den Begriffen und den Definitionen der Marketing-Strategien unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Einige sehen die Bereiche als sehr eigenständige Modelle an. Andere hingegen ordnen Viralmarketing und Buzzmarketing dem Word-of-Mouth Marketing unter.

Virales Marketing

Generell versteht man unter Viralem Marketing (auch Virusmarketing) eine Form des Marketings in den sozialen Netzwerken und Medien. Der Content besteht aus meist ungewöhnlichen, versteckten Nachrichten die im Endeffekt auf ein Produkt, Marke oder Kampagne aufmerksam machen. Die bekannteste Form des Viralmarketing im Internet ist das Virale Video. Das virale Video kennzeichnete sich mit extremer Reichweite und Aufmerksamkeit im Internet.

Buzzmarketing

„Buzz“ bedeutet vom Englischen übersetzt so viel wie summendes oder schwirrendes Gerede. Das Buzzmarketing ist Teil des Word-of-Mouth-Marketings. Im Gegensatz zum Viralem Marketing setzt Buzz Marketing auf positive Besprechung und Empfehlung von Produkten. So kann das Buzz Marketing durch persönliche Kommunikation oder auch online seine Wirkung entfalten.

Über soziale Medien oder auch traditionelle Medien werden die Emotionen, wie Aufregung oder Freude, positiv oder negativ beeinflusst. Wobei klar ist, dass man versucht negative Erfahrungen zu vermeiden und möglichst nur positive Erfahrungen generiert.

Word-of-Mouth Marketing in Social Media

Word-of-Mouth Marketing funktioniert auch auf den Social Media Kanälen. So wird es ein Teil vom Inbound Marketing.

Durch “The Nielsen Company” konnte festgestellt werden, dass sich 83 % der Konsumenten für ein Produkt entscheiden, wenn sie durch persönliche Empfehlungen aufmerksam gemacht wurden. 66 % lesen sich Bewertungen zu den Produkten durch und vertrauen auf diese. Diese Zahlen sollten für sich stehen, denn anhand daran können Sie spätestens jetzt erkennen, wie wichtig das WoM allgemein und auch im Social-Media-Marketing ist.

Social Media Plattformen erarbeiten sich ihre Suchmaschinen-Sichtbarkeit ebenfalls mit Werbungen und Anzeigen. Was sich in den letzten Jahren aber enorm vervielfältigt hat, sind Blogger und Influencer, welche Produkte bewerben. Durch Instagram oder Facebook Stories wird den Nutzer/innen ein Produkt vorgestellt und von den Influencern bewertet – natürlich meist positiv, wenn es sich um bezahlte Werbung handelt.

 

Durch die persönlichen Stories oder Videos gelingt es den Influencern eine sehr persönliche Message an die Community zu schicken. Diese Messages erreichen meist viele Personen, von denen im besten Fall viele der Buyer Persona entsprechen. Die Nutzer/innen vertrauen meist den Influencern, denen sie auf den Social-Media-Kanälen folgen und lassen sich so rasch von einem neuen Produkt überzeugen. Es funktioniert wie im traditionellen WoM – nur in einem viel größeren Ausmaß.

Food-Blogger

 

Was ist ein Beispiel für Word-of-Mouth-Markteing?

Vor einigen Jahren war es üblich sich Rezensionen von verschiedensten Dingen durchzulesen – Word-of-Mouth-Marketing. Beispielsweise von:

  • Restaurants
  • Bar
  • Kinofilmen
  • Konzerten
  • Büchern
  • Rezepten
  • und vielem mehr

Diese Rezensionen sind eine ideale Entscheidungshilfe, wenn man die positiven Erfahrungen anderer Personen für sich zum Vorteil macht. Heutzutage übernehmen bei der Wahl des Restaurants die Food-Blogger meist die Aufgabe des Rezensierens von Restaurants und Co. Food-Blogger, Beauty-Gurus und sportliche Influencer bedienen sich einer sehr persönlichen Kommunikation, so gelingt es ihnen Vertrauen aufzubauen.

 

Ein interessantes Beispiel für Word-of-Mouth-Marketing ist Share. Das Berliner Start-up setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein. Sie erzählen in ihrer Werbekampagne über die 1+1-Mission und über ihre eigene Geschichte. Gleichzeitig gelingt es ihnen, die Konsumenten indirekt zum kauf aufzufordern.

Mit jedem Produkt, das von Share gekauft wird, spenden sie ein zweites Produkt an eine Person in Not. Durch diesen sozialen Aspekt werden die Konsumenten zum Kauf angeregt, im Marketing-Jargon bezeichnet man das als Lead-Nurturing. Konvertieren diese Personen also in Leads, erhöht sich zusätzlich die Chance, dass sie ihren Freunden und Bekannten von der guten Tat erzählen.

Anziehen → Agieren → Begeistern.

So funktioniert Marketing.


Greta Angebrand

Geschrieben von Greta Angebrand am 2. Februar 2021

Seit Oktober 2020 darf ich bei KLIXPERT im Inbound-Team mit dabei sein. Ich beschäftige mich hauptsächlich mit Social Media, Kundenbetreuung, SEO-Content und der Erstellung von Content.

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