11 Tipps für den perfekten Blog!

Der perfekte Blog

Egal ob für Menschen die im Bereich SEO tätig sind, Storyteller oder Mitarbeiter im Marketing – regelmäßig stellt sich die Frage: Was kommt als nächstes Thema für den Blog an die Reihe?

Thematisch und inhaltlich lässt sich über Perfektion streiten. Das ist wohl ein sehr subjektives Thema. Nicht aber über Gliederung, Struktur und andere Eckpunkte deines Textes. Hier kann man mithilfe der folgenden Erläuterungen sehr viel richtig machen um möglichst nah an den perfekten Blog Beitrag heranzukommen.

Der erste Schritt zum perfekten Blog – Recherche first!

Unter Recherche verstehen wir zwei Aspekte. Einmal ganz klar die Themenrecherche – welches „Thema“ interessiert den potentiellen Leser wirklich. Hier solltest du möglichst nutzerzentriert vorgehen. Welche Frage stellt sich mein Nutzer? Wo bekomme ich Informationen her, um zu diesem Thema den allerbesten, informativsten und aussagekräftigsten Beitrag zu verfassen? Diese Fragen sollte man sich stellen.

Der zweite Aspekt – Keywordrecherche: Welche Keywords muss, kann und will ich aus SEO-Perspektive verwenden, um Traffic zu erhalten und gleichzeitig die gesamte Seitenstruktur zu stärken? Hier ist strategisches Denken gefragt.

Verwende am besten ein geeignetes Tool um die Relevanz eines Keywords zu messen. Diese Keyword-Tools geben dir Informationen darüber, wie oft ein Keyword oder eine Phrase im Monat gesucht wird. Wir verwenden hierfür zum Beispiel Sistrix, SemRush oder Xovi.


Die Wahl des richtigen Keywords oder der passenden Keyword-Phrase

Wer mit SEO nicht nicht so viel Erfahrungen gemacht hat wird ganz klar sagen: Wir müssen Keywords verwenden, die in hohes Suchvolumen haben. Während der erfahrene SEO Spezialist ganz klar Nischen-Keywords sucht. Das sind Keywords, die noch nicht so häufig verwendet werden. Warum? Das hat einen einfachen Grund: Es bringt oft mehr Traffic, wenn man in der Nische ein Top 3 Ergebnis erzielt, als mit einem Volumen-Keyword, an dem Wettbewerber schon seit Jahre arbeiten, nur auf Seite 3 bei Google zu landen. Hier wird man von den Nutzern kaum gefunden und bringt somit auch wenig Traffic auf die Seite. Man spricht hier auch von den „low hanging fruits“.

Ich schließe Arbeit mit Volumen-Keywords damit nicht aus. Aber sie wird einfacher, wenn man vorab oder parallel einen Keyword-Cluster in einem Nischen-Bereich gut positioniert hat. Von diesen Clustern aus visiert man dann mit einer übergeordneten Landingpage das Volumen-Keyword an. Das sinnvolle Platzieren eines Keyword-Clusters in einem Nieschen-Bereich gelingt vor allem mit sogenannten Longtail-Keywords (Longtail = zusammengesetzte Keywords aus mehreren Wörtern).

Volumenkeyword: Damenschuhe

Nische: Handgefertigte Damenschuhe aus Leder (= Damenschuhe eingeschlossen)
Nische: Ballerinas aus Echtleder (= Damenschuhe eingeschlossen)
Nische: Trendige Damensneakers der Marke (= Damenschuhe eingeschlossen)
Nische: Stilettos aus Italien (= Damenschuhe eingeschlossen)

Welcher Beitrag erweitert meine Website thematisch?

Ebenfalls ein wichtiger Punkt für deine SEO Strategie: Welche Keywords, Phrasen oder Themen habe ich bereits gut behandelt und welches Thema wäre eine spannende Ergänzung für meine Website?

Kann ich einen neuen Themencluster angehen oder gibt es noch thematische Löcher in den vorhandenen Beiträgen?

 Hilfreich hierfür sind Feedbacks von Kunden und Seitenbesuchern. Häufig erfährt man dadurch von Themen oder Fragestellungen, auf die man selbst gar nicht gekommen wäre.

Aber auch Google Analytics hilft um die Entwicklung der Seiten zu erfahren. Aufschluss darüber bekommt man speziell im Bereich „Verhalten“ -> „Websitecontent“ -> „Landingpages“ oder  unter „Aufschlüsselung nach Content“.

Google Analytics zur Content Recherche

So wird klar über welche Beiträge, Seiten, Themen deine Website vorwiegend gefunden wird. Im Idealfall vergleicht man aktuelle Entwicklungen mit einem vorherigen Zeitraum. Generell ist Google Analytics ein sehr aufschlussreiches Tool für die Weiterentwicklung von Content und Themen.

Wenn man sich über Keywords, Inhalt, Thema im Klaren ist, geht es darum sich über die Struktur des Beitrags Gedanken zu machen.

Die Überschriftenstruktur des Blogbeitrags

Stelle die hier folgende Fragen: Welche Hauptüberschrift hat mein Beitrag? Beantwortet er eine Frage? Ist das Haupt-Keyword in der ersten Überschrift enthalten? All das sind Pflichtbestandteile eines guten Beitrags.

Wichtig ist außerdem die Überschriften im HTML Quelltext bzw. im Texteditor (Überschrift 1) mit dem richtigen Tag zu versehen:

<H1> Handgefertigte Damenschuhe aus Leder </H1> 

Unterüberschriften werden dann mit <h2>, <h3> usw. gekennzeichnet.

richtige Struktur der Überschriften im Blogbeitrag

Wie wichtig sind Meta Title & Description?

Im Seitentitel oder Meta-Title wird der Beitrag bzw. das HTML Dokument benannt. Darin sollen sich auch die Überschrift bzw. das Hauptthema des Beitrages und das Keyword wiederfinden zB. Handgefertigte Damenschuhe aus Leder – Monis Schuhshop. In Summe sollte ein Seitentitel 65 Zeichen nicht überschreiten, so ist er in den Suchergebnissen vollständig lesbar.

In der Metadescription darf es dann ein bisschen mehr sein – 100 bis maximal 160 Zeichen lang soll die Description sein. Hier sind zusätzliche Infos gefragt, die in Kombination mit dem Kernkeyword oder Longtail Keyword gesucht werden könnten. Auch CTA’s (Call To Actions) wirken gut: „Jetzt anrufen!“ oder „Riesen Auswahl!“. Auch Orts- bzw. Srtandortangaben sind sinnvoll. Phrasen wie „Ihr Partner in Nürnberg“ sind in der Description sinnvoll für einen Service oder Dienstleistungen.

Was versteht man unter „sprechenden URL’s“?

Eine sprechende Url ist einfach erklärt. Liest man die Url, sollte sich der Kerninhalt erklären, ohne dass man den Beitrag gesehen haben muss:
www.monis-schuhshop.de/damen/handgefertigte-lederschuhe

Urls sind möglichst kurz zu halten. Bindewörter wie „und“ „mit“ „oder“ kannst du einfach streichen. Google ist clever und erkennt den Inhalt des Beitrags trotzdem.

Dynamische URLs bzw. URLs mit Parametern sind zu vermeiden:

zu lange url

zu lange url Produkt nicht auffindbar in den Serras

Dieses Produkt ist zwar innerhalb der Website auffindbar. Über die Google Suche wird es aber schwer sein, diese Stiefelette in den SERP’s (Suchmaschinenauflistung) auf den ersten Seiten zu finden.

Gibt es die ideale Keyworddichte?

Vergiss Keyworddichte. Der Text muss für den Leser spannend und abwechslungsreich sein. Keiner will im Jahr 2019 einen mit Keywords gespickten Text lesen.

Vergiss das Keyword aber nicht. Lass es im ersten Absatz und auch in Unterüberschriften vorkommen. Beschäftige dich aber auch damit das Keyword zu variieren und zu umschreiben, um nicht zu spitz zu arbeiten.

Zum Beispiel: Handgefertigte Damenschuhe aus Leder = Lederschuhe für Frauen aus Handarbeit

Wenn das Keyword „Damenschuhe“ ist, dann sprich auch über „Schuhe für Frauen“ ebenso wie über „Sneakers für Girls“ oder das „Schuhkleid für die Damenwelt“. Umkreise dein Keyword und stärke somit die semantische Dichte deines Beitrages.

Interne Verlinkung für einen perfekten Blogbeitrag

Interne Verlinkungen sind eine Geheimwaffe. Ich habe zum Thema interne Links bereits einen umfassenden Beitrag veröffentlicht, in dem du relevante Infos dazu findest.
 Die wichtigsten Details: Den ersten bzw. am besten sichtbaren Link solltest du auf den Bereich setzen, wo du den Linkjuice und Besucherfluss hinsteuern willst (zB. eine Landingpage).
 Verweise auch auf verwandte Beiträge und achte auf die Ankertexte (Ankertext = der Text, auf den der Link gestezt wird). Diese sollten zum Seitentitel, Ulr und Kernthema der Zielseite passen.

Verweise auch gern – aber gezielt auf eine externe Seite, die sich hochwertig mit einem Thema auseinandersetzt. Hier gilt: Zeige mir auf wen du verlinkst und ich sage dir wer du bist!

Gehe aber sparsam mit Verweisen auf externe Seiten vor!

Wieviel Whitespace braucht der perfekte Blog?

Der Text wird gelesen – aber der Whitespace verkauft. Es ist also wichtig, dass man nicht mit Textschwällen auf den Nutzer los geht. Achte auf Whitespace. Lieber eine Schaltung mehr, ein Absatz mehr und kurze, klare Sätze. Wieviel Whitespace? Schau dir am besten diesen Blog genauer an 😉

Wer liest meinen Blog – Schwierigkeitsgrad der Lesbarkeit

Denke an deine Zielgruppe, die Leser oder Kunden welche du erreichen willst. Google kann aufgrund der Verweildauer der unteschiedlichen Nutzer aber auch aus der Analyse der Zielseiten und des Nutzerverhaltens ziemlich genau auf den Bildungsgrad des Nutzers schließen. 

Wenn du komplexe Themen behandelst wird dein Content tendenziell eher an Menschen ausgeliefert, welche diese Themen bewältigen können.

Achtung – Einstein sagte: Wer es einem 6-jährigen nicht erklären kann, hat es selber nicht verstanden. Man kann auch komplizierte Geschichten einfach darstellen und somit eine breitere Leserschaft erreichen.

Hält man Sätze kurz, den Stil einfach klar und verständlich, so hat man Zugriff auf eine größere Zielgruppe.

Bilder/Medien im Blog richtig benennen

Die Google Bildersuche sollte nicht unterschätzt werden. Google kann Bilder lesen. Die Benennung des Bildes soll zum Bild passen!

Beispiel: damenschuh-leder-stiefelette.jpg

Das Bild soll wiederum zum Beitrag passen. Die Benennung und der Alternativtext der Bilder sollte sich sinnvoll in den Beitrag einfügen. So wird das Bild für die Google Bildersuche relevant. Eingebundene Videos müssen auch richtig benannt werden, um in den SERPs sichtbar zu werden.

Blogs zu schreiben macht jede Menge Spaß. Noch mehr Spaß macht es aber zu bloggen, wenn man ein paar Grundregeln beherrscht. Schon bald kann man seine eigenen Beiträge in den Google Suchergebnissen finden. Und im Idealfall wird der Blog Beitrag mit der Zeit immer noch besser und höher platziert!

Viel Spaß bei deinem nächsten Blog!


Paul Dollinger

Geschrieben von Paul Dollinger am 23. August 2019

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