Sind Themencluster wirklich unschlagbar im SEO – und warum Themencluster absolut Sinn machen!

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Haben Themencluster tatsächlich eine positive Auswirkung auf SEO, Traffic und Sales?

Sind Themencluster, Content-Cluster oder von Hubspot auch als Pillar-Pages bezeichnete Strukturen nur neue Buzzwords oder helfen uns diese Tools wirklich dabei, unsere Inhalte besser zu strukturieren? Es steckt sogar noch viel mehr dahinter!

Wir konnten in den vergangenen Jahren durch die aktive Arbeit mit Themenclustern herausragende Ranking-Erfolge mit allen einhergehenden positiven Nebeneffekten erzielen:

  • Stark anwachsender Traffic
  • längere Aufenthaltsdauer
  • stark wachsende Anzahl an Leads und Umsatz
  • erhebliche Vergünstigungen der CPC’s auf relevante Keywords, da sich der Qualityscore der Pages laufend verbessert

Hier eine Übersicht:

Wo haben Themencluster ihren Ursprung?

Die Herkunft des Themen-Clusterings liegt klar in der strukturierten und übersichtlichen Abbildung von Wissen, in Lexika und Fachbüchern. Diese sind aus einem einfachen Grund so strukturiert: Der Anwender oder in unserem Fall der Seitenbesucher kann sich schnellstmöglich orientieren und bekommt auf kürzestem Wege seine Fragen beantwortet.

Was hat Wikipedia mit Content-Clustern zu tun?

Der Vorreiter und absolute Player im Bereich Themencluster ist Wikipedia. Wikipedia ist strukturiert wie ein Lexikon. Vielleicht erkennt man die Themencluster oder Content-Cluster bei Wikipedia nicht sofort auf den ersten Blick.

Das könnt einerseits daran liegen, dass Wikipedia so unglaublich groß geworden ist. Andererseits mangelt es vielleicht noch an einem geschulten Auge, sofern man sich bisher noch nicht mit der sinnvollen Strukturierung von Content beschäftigt hat. Das wird sich aber nach dem Lesen dieses Beitrags ändern.

Wikipedia konkret – beim genauen Hinsehen fällt auf, dass das Clustering („Inhaltsverzeichnis“) bei Wikipedia nach der Kurzerklärung eines Begriffs die höchste Priorität hat:

Content Cluster bei Wikipedia

Anhand eines Beispiels werde ich im folgenden Text erklären, wie die Umsetzung eines Content-Clusters im Detail funktioniert. Als Beispiel wähle ich den Begriff: „Markt“ im Sinne von  „Markt als offene Verkaufsveranstaltung“, welcher im Wikipedia Cluster unter Punkt 3.1 zu finden ist.

Warum ich Wikipedia als Beispiel verwende ist einfach erklärt. Bei 46% aller Suchanfragen über Google landet Wikipedia auf der ersten Seite der Suchergebnisse – wer kann das noch von sich behaupten? Wohl niemand. Man kann somit Wikipedia als eine der Websites mit den besten SEO Rankings bezeichnen.

Den „Markt“ habe ich als Beispiel gewählt, weil er ein sehr anschauliches Beispiel aus unserem täglichen Leben ist – und weil ich Märkte, speziell Obst & Gemüsemärkte liebe 😉

Was bedeuten Themencluster für meine Website?

Aus einem losen Blog wird ein sortiertes, übersichtliches Konzept, ein Lexikon, welches dem Besucher den kürzesten Weg zu seiner gesuchten Information gibt.

Markt, also „Markt als offene Verkaufsveranstaltung“ = ist der Über-Begriff für deinen Blog oder News-Bereich. Wir können nun in folgende Unterbereiche, also Cluster gliedern:

  • Gemüsehändler: Salate, Gemüse, Wurzelgemüse – die nächste Ebene dann Blattsalate, Radieschen, Karotten, Gurken, Tomaten
  • Obsthändler: Beeren, Kernobst, Zitrusfrüchte – Unterbereiche für Zitrusfrüchte wiederum Orangen, Zitronen, Mandarinen, Grapefruits – bei Beeren: Stachelbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren …
  • Bäcker: Schwarzbrote, Vollkornbrote, Weißbrote und Laugengebäck – ganze Laibe, Brötchen oder geschnitten …
  • Eisenwarenhändler: Werkzeuge (Hammer, Zangen, Maulschlüssel, Schraubendreher) Küchenutensilien (Pfannen, Schneidwaren) Kleinmaterial (Garderobenhaken, Schrauben (Schlitzschrauben, Kreuzschrauben), Nägel, Flügelmuttern, Muttern)

Wie man sieht sind Themencluster mächtig. Ideen sprudeln aufgrund der klaren Struktur nur so heraus. Die Reise, Schwerpunkte für Buyer Personas, ein Contentplan und auch Prioritäten werden relativ schnell klar. In einem Team wird so auch auf kurzem Wege ersichtlich, welche Kompetenzen eines Teammitgliedes in den jeweiligen Themencluster ideal einfließen können.

Themencluster muten groß und komplex an – sind aber im Grunde total logisch

Wer bisher einfach nur aus dem Bauch heraus drauf los gebloggt hat, für den mag ein Themencluster-Denken mächtig oder sogar erdrückend wirken. Wer sich seine Schwerpunkte mit etwas Distanz ansieht, wird bemerken, dass man auch bisher schon in Topics gedacht und gearbeitet hat. Nur eben nicht systematisch und konsequent.

Themenbereiche sprich Themencluster vs Keywords Fokus zur Suchmaschinenoptimierung?

Keyword-Denken hat ausgedient. Das bedeutet nicht, dass Keywords nicht mehr relevant sind. Google bewertet schon seit Längerem umfassend erarbeitete Themenbereiche, welche gut verlinkt sind und einen hohen Informationswert für den Besucher haben, wesentlich besser, als alleinstehende Seiten mit hoher Keyword-Dichte.Sind die Themen-Cluster clever und für den Nutzer ideal gegliedert und mit hilfreichen Grafiken und Videos aufbereitet, erhöht sich die Aufenthaltsdauer der Nutzer. Es wird stärker interagiert und Nutzer teilen die Beiträge in ihren sozialen Medien. Alles Signale, welche von Google als hochwertig eingestuft werden. Eine fortlaufende Ranking-Verbesserung ist unausweichlich.

Suchmaschinenoptimierung mit Hilfe von Themenclustern

 

Ab wann kann man von einem Themencluster sprechen?

Es wäre vermessen bei einem Blog mit 4 Beiträgen von einem Themencluster zu sprechen. Aber ein Plan, Strategie und Konsequenz können in wenigen Monaten schon zu erfolgen und ernst zu nehmenden Clustern führen. Einfallsreiche Texter können in schon 3 Monaten erheblich Content aufbauen, das mit einem Gefühl für seine Buyer Persona, etwas Unterstützung mit cleveren Keyword-Analyse Tools wie Sistrix, Xovi, Ryte oder SEMrush schon recht bald nachhaltige Ranking Erfolge verzeichnen. Einer Traffic-Steigerungen inkl mehr Leads und Sales steht also nichts im Wege!

Die richtige Taktik zur Erarbeitung meiner Themencluster

  • Was sind die 10 Hauptprobleme meiner Buyer Persona? Welche dieser Probleme zeigen sich bei Recherche im Netz wie auch bei Kunden welche ich befrage?
  • Zu jedem großen Themenbereich sollte es eine entsprechende Keyword-Recherche geben
  • Sondiere was deine Konkurrenz macht oder ob sie dir Hinweise auf mögliche Strategien gibt.
  • Denke bei jedem Themencluster aber auch bei jedem Beitrag an die Fragen bzw den Nutzen für deine Buyer Persona.
  • Jetzt einfach loslegen und deinen Content bzw. die Zugriffe analysieren und die Beiträge laufend verbessern.

Wichtig ist dabei zu wissen, dass ein Beitrag nicht von Tag eins im Google Index vorhanden ist. Es bedarf etwas Geduld. Erfahrungsgemäß sprechen wir von 90 Tagen, welche ein Beitrag benötigt, um relativ solide in Google indexiert zu sein. Erst dann kann man sinnvoll analysieren wie sich die Besucherzahlen entwickeln.

TIPP: Ein Beitrag der dir inhaltlich gut erscheint, aber mittelfristig wenige Besucher anzieht, kann alleine durch die Anpassung der Überschrift, Seitentitel und der Meta-Beschreibung seine Performance wesentlich verbessern. Manchmal muss man auch 2-3 mal Anpassungen vornehmen oder den Inhalt mit relevanten Themen erweitern.

Die Spitze des Themenclusters: Eine Landingpage mit ausreichend CTA’s (Call To Actions) zur Leadgenerierung.

Es bietet sich natürlich an eine ideal optimierte Landingpage als Spitze eines Themenclusters einzurichten. Genau gesagt sollte die Landingpage mit konsequenter Core-Keyword Strategie die erste Seite im Themencluster bilden und dann nach unten wurzeln – in immer feinere Verästelungen. Es gilt zu beachten, dass man bei den absolut relevanten Keywords sorgsam mit den Verlinkungen umgeht. So ist zu empfehlen, dass verweisende Longtail-Keywords (Beispiel: Goldgelbe Grapefruit aus Andalusien) tendenziell in die Breite verweisen und eindeutige Core-Keywords (Obstmarkt) nach oben, Vertikal in Richtung Landingpage.

Schaffe mit Fokus und Konsequenz einen absoluten Traffic-Magneten

Themencluster sind ein Gamechanger was die organische Entwicklung deiner Website angeht. Weiters sind interne Verlinkungen ein oft unterschätzter Rankingfaktor – fortlaufend wachsende und ausgewogen gepflegte Themencluster mit sauberer interner Verlinkung erfordern einiges an Konsequenz, aber so wird deine Website langfristig ein unaufhaltbarer Traffic-Magnet.

 

Viel Spaß bei der Erstellung deines Content Clusters!


Paul Dollinger

Geschrieben von Paul Dollinger am 18. April 2019

Digitale Strategie & Growth Marketing gehören bei KLIXPERT zu meinen Kompetenzen. Softwaregestütze SEO-Strategie und messbar gemachtes, systematisiertes Unternehmenswachstum beschäftigen mich hauptsächlich. Darüber teile ich in diesem Blog laufend Themen aus unserer täglichen Praxis ...