Social Proof: Die Geheimzutat für Ihre Online-Marketingstrategie

social proof im online marketing

Was ist Social Proof überhaupt?

Im realen Leben ist er allgegenwärtig – der Social Proof. Im Internet vielleicht nicht ganz so offensichtlich aber auf jeden Fall vorhanden und für Online Marketer eine echte Geheimwaffe. Denn der Social Proof steigert erwiesenermaßen die Conversion-Rate. Aber was bedeutet eigentlich Social Proof?

Direkt übersetzt kann man den Social Proof als sozialen Beweis oder soziale Bestätigung bezeichnen. Einfach gesagt also der “Herdentrieb” oder “Mitläufereffekt”, dem wir alle bewusst oder unbewusst folgen. Wir neigen nämlich dazu, das zu tun was die Menschen in unserem Umfeld auch tun.

Besonders stark tritt dieser Effekt in Erscheinung, wenn wir uns bei einer Entscheidung unsicher sind. Dann schauen wir zuerst, was alle anderen machen und entscheiden uns meist instinktiv für die gleiche Lösung. Was richtig ist und was nicht, messen wir also an den Handlungen unserer Mitmenschen. Sie sind der Parameter für unsere Entscheidungen, weil wir das Verhalten der Massen als angemessenes und erprobtes Verhalten wahrnehmen.

Beispiele für Social Proof – wir sind doch alle nur Mitläufer!

In der realen Welt sind wir ständig mit dem Phänomen des Social Proof konfrontiert. Suchen wir zum Beispiel nach einem Restaurant, entscheiden wir uns immer für das mit den meisten Gästen. Oder würden Sie ein leeres Restaurant für gut erachten?

Stellen Sie sich vor, sie möchten ein Produkt kaufen. Entscheiden Sie sich eher für das Produkt, welches von vielen Menschen gekauft wird und Ihnen von Freunden und Familie empfohlen wurde oder für ein vollkommen unbekanntes Produkt?

Sie sehen, es gibt unzählige Beispiele für Social Proof, welche wir tagtäglich erleben. Wir sehen das Verhalten anderer als Beweis dafür, ob etwas gut oder schlecht, beliebt oder unbeliebt ist und nutzen es als Entscheidungshilfe. Und das tun wir auch in der Online-Welt. Zwar können wir unsere Mitmenschen im Internet nicht direkt sehen, aber Kundenrezensionen, Besucherzahlen, Expertenmeinungen usw. weisen uns auf das Verhalten anderer hin.

Wie Sie Social Proof im Online Marketing richtig einsetzen

Wahrscheinlich können Sie sich jetzt schon denken, warum Social Proof eine derart wichtige Rolle im Online Marketing spielt. Oft ist der Social Proof das Zünglein an der Waage, das einen Besucher dazu verleitet länger auf Ihrer Website zu verweilen und sich genauer über ein Angebot zu informieren oder in einen Lead zu konvertieren.

Arten von Social Proof

5 Arten von Social Proof im Online Marketing:

1. Die Macht der Masse

Werden wir darauf aufmerksam, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung von einer großen Massen verwendet bzw. in Anspruch genommen wird, sind wir dazu verleitet dasselbe zu kaufen.

Im Online Marketing können uns also Daten wie Besucherzahlen eines Blogs oder einer Homepage, Follower und Klicks auf Social Media oder eine hohe Kundenanzahl von der Qualität eines Produkts überzeugen.

2. Empfehlungen

Wenn unsere Freunde, Bekannte oder andere Vertraute etwas tun, vertrauen wir sofort darauf. Wenn Sie zum Beispiel sehen, dass Ihnen vertraute Personen ein Produkt verwenden oder einer Marke in den sozialen Medien folgen, werden Sie bestimmt auch neugierig.

Aber auch die Meinung anderer spielt für uns eine entscheidende Rolle. Speziell in der Online-Welt, wo das Angebot scheinbar nie enden möchte, suchen wir einen Anhaltspunkt, an dem wir unsere Entscheidung festmachen können.

Deshalb sind Kundenmeinungen und Bewertungen (Sterne auf Google) oft ausschlaggebend dafür, ob wir eine Website überhaupt besuchen oder ein bestimmtes Produkt kaufen möchten. In einer BrightLocal Studie aus dem Jahr 2014 geben sogar 88% der Verbraucher an, einer Online-Bewertungen genauso zu vertrauen wie einer persönlichen Empfehlungen.

3. Expertenmeinungen

Bei Experten ist es ähnlich wie bei Empfehlungen von Freunden oder Familie. Wir vertrauen ihnen meist blind und sind überzeugt, dass deren Meinung die Richtige ist.

Diesen Vertrauensbonus können Sie im Online Marketing für sich nutzen. Empfehlungen von Experten Ihrer Branche, aber auch Studien oder Testergebnisse machen Ihr Angebot für potenzielle Kunden besonders vertrauenswürdig und helfen wiederum die Conversion-Rate zu erhöhen.

4. Gütesiegel und -symbole

Offiziell anerkannte Gütesiegel und -symbole deuten immer darauf hin, dass etwas erwiesenermaßen so ist wie es angepriesen wird. Möchten Sie beispielsweise Bioware verkaufen, ist es hilfreich Ihr Biozertifikat auf der Homepage abzubilden. Dadurch erkennen die Besucher Ihrer Website, dass die Produkte auch wirklich biologisch hergestellt wurden und das baut ein Vertrauen in Ihre Produkte auf.

5. Soziale Netzwerke

Mithilfe von Facebook-Likes, Youtube-Klicks oder Instagram-Followern zeigen Unternehmen, dass sie eine große soziale Reichweite haben und ihre Marke für viele Menschen interessant ist. Das erzeugt einerseits Vertrauen und weckt andererseits Interesse. Ähnlich wie bei einer Ansammlungen von Menschenmengen – wer möchte nicht wissen was da gerade los ist?

Wie viel Social Proof ist für eine gute Marketingstrategie notwendig?

Wie beim Salz in der Suppe ist es auch beim Social Proof im Online-Marketing. Die richtige Menge macht den Geschmack. Erschlagen Sie Ihre potenziellen Kunden nicht mit positiven Rezensionen, Sternen, Followerzahlen usw. Das könnte nämlich den Eindruck erwecken, dass Sie es nötig haben, sich mit aller Gewalt in ein gutes Licht zu rücken – ein echter Vertrauenskiller.

Achten Sie außerdem darauf, welche Art von Social Proof in Ihrer Branche gefragt ist. Bei medizinischen Produkten werden wahrscheinlich Expertenmeinungen und Testergebnisse als positiv wahrgenommen. Bei Lifestyle- und Unterhaltungsprodukten kommt es dagegen eher auf eine große Social-Media-Community oder gute Bewertungen an.

Noch ein Tipp: Lassen Sie sich von negativen Bewertungen und Rezensionen nicht abschrecken. Man kann nicht immer perfekt sein. Und wer auch einmal eine negative Meinung veröffentlicht, wirkt gleich viel authentischer. Eine bemühte und ehrliche Antwort auf einen unangenehmen Kommentar wird von potenziellen Kunden viel mehr geschätzt als eine durchwegs positive Selbstdarstellung.


Julia Baumgartl

Geschrieben von Julia Baumgartl am 5. Juli 2019

Ich bin seit 2019 bei KLIXPERT im Inbound Marketing Team dabei. Als ausgebildete Journalistin hat es mir schon immer Spaß gemacht Geschichten zu erzählen. Bei KLIXPERT bin ich für die Content-Erstellung, das Storytelling und die Pressearbeit zuständig.