Outbound vs. Inbound Marketing

Was ist der Unterschied zwischen Inbound Marketing und Outbound Marketing

Falls Sie sich mit Online Marketing beschäftigen, dann haben Sie bestimmt schon einmal etwas von Inbound Marketing gehört. Was für manche noch ein Fremdwort ist, hat sich für so manch andere als erfolgreiche Marketingstrategie bewährt. Besonders traditionellen Marketern fällt es schwer zu verstehen, dass man anstatt den Kunden zu suchen, heutzutage von diesen gefunden werden sollte.

Bisher hatte Marketing sehr viel mit Werbung zu tun. Es ging hauptsächlich darum, Botschaften wie mit einer Gießkanne zu verteilen und so die Aufmerksamkeit potentieller Kunden zu wecken.

Doch traditionelles Marketing verliert immer mehr an Effektivität. Warum? Der Konsument von heute will eigenständig recherchieren und darauf basierend seine Kaufentscheidung treffen. Inbound Marketing erweist sich dabei als die ideale Marketing Strategie. Hier geht es nämlich vielmehr darum, nützliche Inhalte so zu platzieren, dass diese von potentiellen Kunden gefunden werden.

Was ist Inbound Marketing?

Ziel des Inbound Marketings ist es, von der Zielgruppe gefunden zu werden. Es geht darum, die Aufmerksamkeit potentieller Kunden zu erregen, ohne dabei aufdringlich zu erscheinen. Dies lässt sich leicht durch Mehrwert-Inhalte erreichen. Versorgen Sie als Marketer Ihre potentiellen Kunden mit Beiträgen, die sie interessieren, bieten Sie ihnen Lösungen für ihre Probleme und unterhalten Sie sie mit kreativem Content.

Hat der Kunde einmal seinen Weg auf Ihre Website gefunden, sollten Sie mit diesem interagieren. Marketing Automationen, Chatbots, Lead Nurturing und E-Mail-Marketing fördern die Präsenz Ihres Unternehmens. Ihr Kunde sollte sich gut beraten fühlen und vom Content des Unternehmens begeistert werden. Dadurch erhalten Sie das Vertrauen des Kunden und können so auch Kaufabschlüsse erzielen. Bei der Inbound Methodik steht der Kunde im Mittelpunkt.

Unterschiede zwischen Outbound & Inbound Marketing

Während Outbound Marketing sich damit beschäftigt, den Kunden zu finden und diesen mit Werbebotschaften hinterherzulaufen, wird beim Inbound Marketing das Unternehmen vom Kunden gefunden. Inbound Marketer konzentrieren sich also darauf, dass die Suche des Nutzers erfolgreich ist.

Traditionelles Marketing richtet sich in vielen Bereichen nicht auf die Zielgruppe aus. Dies erkennt man heutzutage nur zu gut an lästigen TV-Werbungen, Massen-E-Mails und Radiowerbung. Dass diese Art von Marketing nicht viel bringt, kann man selbst im täglichen Leben erkennen. Wie oft haben Sie denn schon den Fernsehkanal oder Radiosender gewechselt weil Sie sich von den ständigen Werbeunterbrechungen genervt fühlten?

Outbound Marketing ist schon lange nicht mehr so effektiv wie früher. Der Grund dafür ist einfach: Outbound Marketing spricht das Zielpublikum an, ohne dass dieses vorher eine Kaufabsicht geäußert hat. Die User werden sozusagen zwangsbeglückt.

 

Unterschied zwischen Inbound und Outbound Marketing

 

Vorteile von Inbound Marketing

Beim Inbound Marketing kauft man keine Aufmerksamkeit, man verdient sie. Vergessen Sie Buy-per-click-Anzeigen und investieren Sie stattdessen in qualitativen Content. Dieser wird, je nachdem wie authentisch und relevant er für die Nutzer ist, von Google hoch positioniert. So können Sie ohne ständiges Bezahlen gute Rankings erzielen und Besucher auf Ihre Website führen.

Werbung im TV oder Radio sowie der Kauf von E-Mail-Listen oder Anzeigen bedeuten eigentlich nur eines: viel Geld ausgeben. Beim Inbound Marketing geht es hauptsächlich um die Erstellung von Content. Inhalte wie Blogs kosten so gut wie nichts und auch ein Facebook oder Twitter Account ist kostenlos.

Außerdem lässt Sie die Inbound-Methodik viel zielgruppenorientierter arbeiten. Durch sie erreichen Sie nämlich nur Kunden, die an Ihrem Content oder Produkt Interesse gezeigt haben und sich somit selbst als potentieller Kunde qualifiziert haben.

Die 3 Komponenten für erfolgreiches Inbound Marketing

Auf diese 3 Komponenten sollten Marketer beim Inbound Marketing auf keinen Fall verzichten:

  1. Content: Egal, ob Blog, Video, Whitepaper oder E-book, die Erstellung von Content ist das A und O im Inbound Marketing. Durch ihn machen Sie potentielle Kunden auf sich aufmerksam und locken diese auf Ihre Unternehmensseite.
  2. SEO: Dank SEO wird Ihr Content von einem potentiellen Kunden in der Suchmaschine gefunden. Die organischen Suchergebnisse werden sich deutlich verbessern.
  3. Social Media: Durch Social Media Netzwerke wird Ihr Content verbreitet. Portale wie Facebook, Twitter, LinkedIn, Foren und Blogs verstärken die Kraft Ihres Contents.

Wie sieht der Prozess aus?

Inbound Marketing besteht aus 4 verschiedenen Phasen:

  1. Anziehen: Durch hochwertige Inhalte werden potentielle Kunden angezogen. Dieser Content sollte leicht vom Kunden gefunden werden und daher für Suchmaschinen optimiert sein. Anschließend sollten die Inhalte auf Social Media verbreitet werden.
  2. Konvertieren: Der User befindet sich nun auf Ihrer Website. Jetzt geht es darum, diesen zu einem Lead zu konvertieren. Kreieren Sie ausdrucksstarke Landingpages mit ansprechenden Calls-to-Action.
  3. Abschließen: Nun muss der Nutzer zum Kunde werden. E-Mail-Marketing hat sich bisher als eine der effektivsten Kommunikationskanäle erwiesen. Sorgen Sie für ein solides CRM und kümmern Sie sich um die Beziehung mit Ihren Kunden.
  4. Begeistern: Begeistern Sie Ihre Kunden und machen Sie diese zu Promotern Ihrer Marke. Liefern Sie weiterhin kostenlose Inhalte und gestalten Sie eine einzigartige sowie personalisierte Customer Journey.

Sowohl Ihre Leser und auch Google wissen hochwertige, relevante Inhalte zu schätzen. Von diesem Punkt an generieren Sie Leads und Kunden im Handumdrehen.

Funktioniert Inbound Marketing für jedes Unternehmen?

Ob Inbound Marketing für Ihr Unternehmen funktioniert, hängt davon ab, welches Geschäftsmodell Sie verwenden. Spielt der Vertrieb sowie die Lead-Generierung in Ihrem Geschäftsmodell eine große Rolle, dann lässt sich Inbound Marketing effektiv einsetzen.

Bei transaktionalen Geschäftsmodellen, wie Online-Shops und Retailer, kann das Inbound Modell zu mehr Website Traffic führen und dabei helfen, Kontakte zu generieren.

Fazit

Inbound Marketing ist aus der digitalen Marketingwelt kaum mehr wegzudenken. Push-Maßnahmen prallen immer mehr am Nutzer ab. Einzelne Werbeanzeigen werden gar nicht mehr bewusst wahrgenommen oder sogar aktiv unterbunden. Auch die Verbreitung von Adblockern nimmt stetig zu.

Ein deutliches Zeichen dafür, dass der User auf traditionelle Marketingstrategien nicht mehr anspricht. Er will stattdessen Lösungen für seine Probleme und Fragestellungen finden, er will unterhalten werden.

Es geht um Interaktion, Information, Wissen und Wahl. Wenn der Kunde selbst nach etwas sucht, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er einem Unternehmen zuhört. Und genau dafür eignet sich Inbound Marketing. Beim Inbound Marketing werden Menschen, die sich im Internet informieren wollen, abgeholt und auf die Website geführt. Einige davon werden zu Leads und schlussendlich als Kunden gewonnen.


Madeleine Kogler

Geschrieben von Madeleine Kogler am 13. August 2019

Seit 2019 gehöre ich zum Inbound Marketing Team bei KLIXPERT wo ich für Content Marketing, Online PR und SEO zuständig bin. Mein Ziel dabei ist es, Kunden anzusprechen, zu konvertieren und zu begeistern. Unternehmenswachstum - und zwar effektiv und nachhaltig.

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