Interne Links – ein meist stark unterschätzter SEO Hack!

Interne Links - Seo Agentur

Interne Links sind absolut spannend. Denn um Ihre Website möglichst gut in den Google Suchergebnissen zu platzieren bedarf es keiner Magie. Wir als SEO Agentur bezeichnen dies recht nüchtern wie folgt: Es gibt eine Reihe von Dingen die es einfach zu beachten gilt – und welche richtig auszuführen sind.

Viele Einsteiger oder frische Seitenbetreiber denken dabei an Hacks, Tricks und ähnliches um die Suchmaschine auszutricksen. Sie wollen es clever machen und die Abkürzung gehen, den scheinbar leichteren Weg.

Meine Lieblingsgeschichte zu diesem Them ist die vom Rennen zwischen dem Hasen und der Schildkröte. Der Hase ging als Top Favorit ins Rennen. Vor lauter Übermut und hoher Sprünge verausgabte er sich schneller als er glaubte. Angetrieben durch den Applaus der Zuschauer für die herausragende Show schlief der anfangs hoch motivierte Hase schlussendlich total erschöpft kurz vor dem Ziel ein.

Die Schildkröte ging in ihrem Tempo den direkten Weg. Sie setzte unaufhaltbar und absolut sicher einen Schritt vor den anderen und erreichte noch vor dem Hasen das Ziel.

Keine Show, keine großen Kunststücke. Die Schildkröte hat getan was wichtig ist:
Sie hat den kürzesten Weg gesucht, sich nicht vom Publikum und dem Wettbewerber ablenken lassen. Sie hat sich auch zu keiner Show hinreißen lassen. Sie hat ihr Ziel klar vor Augen. Schlussendlich hat sie das Rennen gewonnen.

Interne Links sind neben ansprechendem Inbound Content und Backlinks für uns ganz klar solide Schritte hin zu einem soliden Ranking. Interne Links sind einerseits thematische Signale zur Vertiefung für den Nutzer und dienen praktisch als Klebstoff und Schnittstellen zwischen verwandten Beiträgen und Seiten.

„Interne Links sind wie der Buchrücken, welcher aus einzelnen beschriebenen Blättern ein stimmiges, sinnvolles Ganzes macht.“

Wie die Schildkröte machen interne Links jedoch wenig Show, so werden sie oftmals massiv unterschätzt.

Was sind eigentlich interne Links?

Unter internen Links versteht man Links auf Ihrer Website, die tatsächlich nur Linkziele innerhalb der Domain ansteuern. Als internen Link kann man also einen Link aus der Navigation bezeichnen, auch den Link zum Impressum im Footer – aber ebenso Textlinks aus den Content-Bereichen Ihrer Website.

Als Inbound Marketing Agentur produzieren wir viel Content für Landingpages, Blogs, Fachartikel oder Beschreibungen von Dienstleistungen.
So ist es für uns sehr wichtig, diese Seiten möglichst stark und sinnvoll intern zu verlinken.

Außerdem sind interne Links perfekte Verweise für den User um sich in einem Themenbereich zu vertiefen. Das von mir gern angeführte Paradebeispiel: Das online Lexikon Wikipedia. Wer hat sich nicht schon auf Wikipedia in einem Themengebiet verloren. Die internen Textlinks haben dabei sicher eine wesentliche Rolle gespielt.

Mit strategischem SEO Hintergrund kann man den Besucherfluss aber auch die Relevanz eines Contentclusters oder auch Themenclusters gezielt über interne Verlinkungen strukturieren.

Sehr wichtig ist dabei das semantische Umfeld (in welchem inhaltlichen Kontext ist der Link eingebettet) sowie ein klarer, themenrelevanter Ankertext.

Wie wichtig ist der Ankertext und das Linkziel beim internen Link?

Der Ankertext ist das direkt mit dem Link markierte Wort oder die verweisende Phrase. Hier liegt ganz klar in der Kürze die Würze. Ebenso ist es absolut empfehlenswert, dass das Linkziel und der Ankertext thematisch oder sogar auf Keywordebene in einem möglichst direkten Bezug stehen.

Hier ein Beispiel aus unserem Blog: Der Ankertext “Buyer Persona” verweist direkt auf den Blogbeitrag: “Buyer Persona – ein Step by Step Guide

interne links ankertexte

Der Link ist aus dem Kontext “Zielgruppe identifizieren” heraus gesetzt, es geht im Absatz um Kunden, Verhalten, Interessen und Personen – sprich das semantische Umfeld passt auch perfekt zum Ankertext und der Zielseite. Man kann dies als ein “organisch stimmiges Umfeld” bezeichnen.

Wie gut sichtbar soll ein interner Link sein?

Wie im oben angeführten Beispiel “Buyer Persona” soll ein interner Link ein Wegweiser sein. Er soll also nicht nur inhaltlich stimmig sein, sondern auch visuell gut erkennbar für den Nutzer sein. Es gilt auch: Je öfter ein Link geklickt wird, desto wichtiger wird die Verbindung und somit der Content der Zielseite bewertet.

Wie wichtig ist es, wo ein interner Link auf einer Seite platziert ist?

Der wichtigste interne Link ist der erste Link auf einer Seite. Möchte man eine Seite durch einen Beitrag gezielt stärken, so sollte der erste Link im Text, möglichst im ersten Absatz gesetzt werden. Ein Beispiel aus unserem Blog zum Thema “Thin Content”: Das Wort “SEO” mit dem Linkziel auf unsere Landingpage „Suchmaschinen-Sichtbarkeit“ findet sich gleich im ersten Absatz.

interne verlinkung - link above the fold

Wichtig: Der erste Link sollte möglichst “above the fold” gesetzt werden – also bereits sichtbar wenn die Seite geladen wird, ohne dass gescrollt werden muss.

Wieviele Links sollten auf einer Seite gesetzt werden?

Es gibt hierfür keine klare Regel außer einer groben Ansage von Google selbst: Weniger ist mehr. Wikipedia weist jedoch relativ viele interne Links im Verhältnis zur Gesamtwortanzahl auf einer Seite auf. Als Gegenbeispiel führe ich gerne die Süddeutsche Zeitung an – mit einem Sistrix Sichtbarkeits Index (SI) von aktuell 182,62.

Hier wird sehr sparsam mit internen Links umgegangen und so die Qualität der Website hoch gehalten. Auch in sehr umfassenden Beiträgen der Süddetuschen Zeitung finden sich oft nicht mehr als zwei bis drei interne Links.

Interne Links und das große Ganze einer Website

Ja, es ist kein Geheimnis, mit diversen Tools kann man die internen Links und so den seiteninternen Pagerank messen. Alle Verweise in der Navigation, Buttons zum Kontaktformular und der Impressumslink im Footer, welcher auf jeder Seite mit angezeigt wird, haben darauf einen Einfluss.

So kann es vorkommen, dass sich bei der Messung einer Seite herausstellt, dass die “Kontakt” Seite intern den höchsten Pagerank hat, weil fleißig von überall und allerorts drauf verwiesen wird. Eine relevante Landingpage ist intern vielleicht eher im Mittelfeld. Hier kann man durch gezieltes Setzen von zusätzlichen Links, durch die gezielte Produktion von Content oder auch durch eine Reduktion von Verweisen (Links) nachhelfen. Eine erneute Messung wird zeigen, wie dramatisch sich die interne Gewichtung durch wenige Handgriffe verändern kann.

Das Gegenteil von internen Links: Externe Links

Unter externen Links versteht man ausgehende Links von ihrer Website. Verweise auf andere Websites. Dies können Referenzen, Partner oder andere spannende Fachartikel sein.

Aus SEO Sicht gilt hier das Sprichwort: Zeige mir auf wen du verlinkst und ich sage dir wie relevant du bist!

Sprich man sollte sehr sorgfältig mit Links auf externe Quellen sein – aber wenn man verweist, ist ein Link auf Wikipedia, Spiegel Online oder auf die FAZ, also auf ein relevantes Medium sinnvoller als auf einen Link in einem unbedeutenden Forum oder einem Underground Blog.

Um keine Energie an die externe Quelle abzugeben, sollte der Link auf “NoFollow” gesetzt sein. Mit dem Attribut “Follow” signalisiert man Google, dass man bereit ist Linkjuice, Relevanz an die Seite auf welche verwiesen wird abzugeben. Standardmäßig wird jeder Link als „Follow“ gehandhabt. Mit dem html Link Attribut “NoFollow” kann man dies unterbinden und behält so die Relevanz für die eigene Website fest und gibt sie nicht einer externen Website weiter.

NoFollow Tag für externe links

Umgekehrt ist es für starke Ranking-Ergebnisse gut, möglichst viele Links von anderen, themenrelevanten Websites zu sammeln, welche auf “Follow” gesetzt sind. Diese Form von Links nennt man Backlinks. Backlinks von themenrelevanten Seiten sind ein starker Offpage Ranking-Faktor und werden im Beitrag zu Backlinks umfassend behandelt.

Folgende Punkte sollten zusammenfassend beim setzen interner Links beachtet werden:

  • das thematische Umfeld des Links muss thematisch passen
  • der Ankertext ist absolut relevant
  • das Linkziel sollte zum Ankertext und Umfeld passen
  • die richtige Platzierung der Links
  • die richtige Anzahl von Links auf einer Seite
  • die sinnvolle Dosierung der Linkziele auf der gesamten Website
  • achtsam mit externen Links umgehen

 

Tipp: Sehen sie sich relevante Websites an, achten sie darauf wie clever oder auch wie sinnvoll und sachte interne Links gesetzt sind. Dann nehmen sie Ihre eigene Website in der Regel aus einem neuen Blickwinkel wahr. Content mit gut gesetzten internen Links bekommt eine noch viel kraftvollere Bedeutung!

Interne Links sind einfach fantastisch. Wieso? Weil Sie sie ganz einfach selbst produzieren können. Man kann einfach starten interessante Inhalte zu erstellen und gezielt Links zu setzen.

Und ja, es ist kein Mythos – auch mit einer guten internen Linkstruktur und entsprechendem Content kann man absolut gute Ranking Ergebnisse erreichen!


Paul Dollinger

Geschrieben von Paul Dollinger am 24. Juli 2019

Digitale Strategie & Growth Marketing gehören bei KLIXPERT zu meinen Kompetenzen. Softwaregestütze SEO-Strategie und messbar gemachtes, systematisiertes Unternehmenswachstum beschäftigen mich hauptsächlich. Darüber teile ich in diesem Blog laufend Themen aus unserer täglichen Praxis ...

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