Infografik erstellen – 10 Tipps für eine richtig gute Infografik

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Infografiken sind was Tolles. Mit ihrer Hilfe kann man schwere, komplexe Prozesse und Daten einfach visuell darstellen. Kein Wunder also, dass sie immer beliebter werden und in der Online-Welt gar nicht mehr wegzudenken sind.

Doch um eine Infografik ihren Zweck erfüllen zu lassen, muss diese gut gemacht sein. Damit dir das für dein Content Marketing gelingt, verrate ich dir 10 Tipps, wie du bewusst eine richtig gute Infografik erstellen kannst und was du dabei beachten musst.

Was macht eine gute Infografik aus?

Eine Infografik muss vor allem verständlich sein. Es bringt dem Nutzer nur wenig, wenn sie zwar hübsch aussieht, aber man keine Informationen daraus schließen kann. Am besten beginnst du damit dir erst einmal ein paar Infografiken anzuschauen. Informiere dich welche Grafiken es schon gibt. Welche von denen ist verständlich und welche nicht und warum? Was haben die guten Infografiken gemeinsam? Wenn du dir ein paar Beispiele anschaust wird es dir leichter fallen dir deine Infografik bildlich vorzustellen.

Thema finden

Bevor es ans Erstellen geht musst du dir überlegen, welches Thema du in deiner Infografik behandeln willst. Dabei solltest du dich auch fragen ob eine Infografik das richtige Medium dafür ist. Manchmal funktionieren ein Foto oder Video besser um deine Geschichte zu erzählen. Wenn du aber einen Prozess, komplexe Daten oder Fakten aufbereiten willst, dann ist eine Infografik ideal. Diese Fragen solltest du dir stellen:

  • Worum geht es bei meinem Thema?
  • Schaffe ich einen Mehrwert für meine Leser?
  • Ist das Thema verständlich sodass es ohne begleitenden Text auskommt?
  • Welche Medien (Fotos, Icons, Diagramme) benötige ich um die Thematik darzustellen?

Welche Daten sind schon vorhanden?

Gute Infografiken liefern Informationen. Diese müssen natürlich gut recherchiert sein. Google dabei aber nicht einfach drauf los, sondern vergleiche mehrere Artikel und Statistiken. Gibt es schon Umfragen oder Zahlen zum Thema? Meist ja, und diese kannst du nutzen. Überprüfe auch immer von wem die Daten stammen. Nicht nur für die Quellenangabe, sondern auch um herauszufiltern ob diese Daten deine Geschichte unterstützen.

Ein großer Autohersteller der eine Statistik über die Produktionsbedingungen in Asien veröffentlicht, hat wahrscheinlich andere Beweggründe als eine Verbraucherzentrale oder ein Verein. Diese Informationen müssen alle in der Infografik vorhanden sein. Bei Statistiken ist es auch wichtig, auf die Zahlen selbst zu achten. Kommen die Zahlen auf die vollen 100 Prozent? Wenn nicht, müssen die fehlenden Prozente trotzdem aufscheinen, als “rundungsbedingte Differenz” zum Beispiel.

Welches Konzept soll meine Infografik haben?

 

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Das Thema ist festgelegt und die benötigten Hintergrunddaten sind recherchiert. Nun kannst du dir ein Konzept für deine Grafik überlegen. Wie möchtest du deine Leser durch die Grafik führen? Welche Aufteilung sollen die Inhalte haben? Gibt es vielleicht eine Figur oder einen Pfad, der den Nutzer durch die Informationen leitet? Beim Konzept sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt! Vergiss dabei aber nicht logisch zu bleiben. Die Nutzer müssen vor allem deine Grafik sofort verstehen können. Dabei spielt die Leserichtung eine Rolle. Diese ist bei uns von links oben nach rechts unten. Du kannst kreativ sein und die Richtung ändern, solange man ihr ohne Probleme folgen kann.

Welches Format hat eine Infografik?

Wenn du dir im Klaren bist wie du deine Infografik aufbauen willst, ist der nächste Schritt das Format festzulegen. Grundsätzlich kann eine Infografik jedes Format haben. Je nachdem wo die Grafik veröffentlicht wird, sollte das Format angepasst sein. Online Grafiken zum Beispiel funktionieren meist besser im Hochformat. Die Breite sollte dabei mindestens 700 px haben, da nur wenige Websites eine kleinere Contentbreite haben. Wenn du diese Grafik für Print erstellst, solltest du eher Querformat wählen. Beachte dass das Format auch zu deinem Konzept passt, damit die Information logisch dargestellt werden.

Wir haben zum Beispiel den Prozess, wie man Content richtig aufbereitet in einer Infografik dargestellt. Dafür haben wir Hochformat verwendet und die einzelnen Prozesschritte nummeriert.

Welche Diagramme für welche Daten?

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Kommen wir nun zum Aussehen der Infografik. Je nachdem welche Daten du zur Verfügung hast, musst du dich für das passende Diagramm entscheiden. Vergiss nicht alle Informationen anzugeben, die der Nutzer zum Lesen der Statistik braucht.

Balkendiagramm → zeigen unterschiedliche Anteile eines Wertes zum gleichen Zeitpunkt
z.B. Anzahl Vegetarier in Europa im Jahr 2010
Säulendiagramm → zeigen die Häufigkeit einer beliebig skalierten Menge bzw vergleicht 2 Werte
z.B. Wahlergebnis der Nationalratswahl 2012 und 2017
Kreis- oder Tortendiagramm→ stellt eine Gesamtmenge mit einzelnen Teilmengen dar, diese
ergeben 100%
Liniendiagramm oder Fieberkurven → zeigt eine Entwicklung in einem bestimmten
Zeitraum.

Wichtig: Klasse statt Masse. Du musst nicht unendlich viele Daten aufweisen um eine interessante Infografik zu erstellen. Suche dir lieber die Fakten heraus, die den meisten Mehrwert für deine Nutzer haben und bereite diese kurz und knackig auf. Es will sich niemand 10 Statistiken hintereinander durchlesen!

Wie viele Farben und Schriften sollte man verwenden?

Bei den Schriften und Farben ist es ähnlich wie bei den Diagrammen: Weniger ist mehr! 2-3 Farben reichen vollkommen aus. Wenn du ein bisschen Vielfalt einbringen willst verwende einfach Abstufungen von den Farben. Welche Farbwelt ist in deinem CI (Corporate Identity) vorhanden? Nutze diese um einen Wiedererkennungswert zu erzeugen. Wenn die Infografik deinem Stil entspricht, fügt sie sich gleich viel besser ins Gesamtbild ein.

Bei Schriften gilt dasselbe: 2-3 Schriftarten reichen. Deine Infografik muss vor allem gut leserlich sein. Wenn du dabei zu viele Schriftarten und Schriftgrößen verwendest, sorgt das mehr für Verwirrung und die Grafik wird unruhig. Dein Leser sollte sich wohlfühlen wenn er deine Infografik anschaut und ihn dazu verleiten die Grafik zu lesen.

Achte am Ende darauf, ob deine Infografik auf dem Medium wo sie publiziert wird gut leserlich ist. Es wäre sehr schade wenn die Schrift zu klein zum Beispiel für deine Website ist.

Fotos ja oder nein?

Wenn du Fotos in deine Grafik einbaust, musst du auf die Ästhetik der Bilder achten. Deine Grafik soll ja nicht wie eine bunte Patchworkdecke aussehen. Baue gezielt Bilder ein, welche dieselbe Stimmung vermitteln. Vergiss aber nicht bei gekauften Bildern die Bildrechte anzugeben, bevor du deine Grafik veröffentlichst.

Icons lassen sich schneller lesen

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Der Mensch kann Icons und Bilder schneller verarbeiten, als Text. Das solltest du dir zu Nutze machen! Denk nicht zu viel in Text, sondern versuche deine Geschichte in Bildern zu erzählen. Das ist zwar am Anfang etwas schwierig aber je mehr Übung du bekommst, desto leichter wird es dir fallen. Verwende zum Beispiel bei Listen Icons statt Aufzählungszeichen. Oder baue eine Hauptfigur ein, die deine Leser durch die Informationen führt.

Wenn du schöne Icons gekonnt in die Grafik einsetzt, werden deine Besucher sich deine Infografik viel lieber anschauen wollen.

White Space

Nun hast du es fast geschafft! Bevor du deine Grafik vollendest achte auf die Abstände zwischen den Elementen. Ist genügend Raum vorhanden? Wenn zu viele Elemente auf zu engem Raum aneinandergereiht sind, wird es zu voll und unübersichtlich. Das menschliche Auge liest Inhalte, die genügend Raum haben, viel entspannter. Ebenfalls wirkt die Grafik logischer und durchdachter, wenn jede Information ihren eigenen logischen Bereich hat.

Veröffentlichen

Du hast all diese Tipps befolgt, kontrolliert ob die Grafik logisch und gut leserlich ist? Du hast alle Daten überprüft, keine Zahlendreher, Rechtschreib- oder Logikfehler mehr gefunden und nichts mehr an deiner Grafik auszusetzen? Dann kannst du nun den letzten Schritt umsetzen: das Veröffentlichen.

Speichere die Grafik in dem Dateiformat ab, welches für dein Erscheinungsmedium am besten ist. Für Web funktioniert PNG am besten.
Mache das Teilen deiner Infografik einfach. Du willst ja, dass sie oft gesehen wird! Du könntest zum Beispiel bei der Veröffentlichung deinen HTML Code hinzufügen. Damit ist es für Interessierte kinderleicht deine Grafik auf ihrer Seite einzubauen.

Fazit

Wie könnte man besser erklären eine Infografik zu erstellen als in einer Infografik? In dieser Grafik habe ich nochmal alle 10 Tipps kurz zusammengefasst.

Infografik richtig erstellen

Mit diesen 10 Tipps, hält dich nichts mehr auf, deine eigene coole Infografik zu erstellen. Jetzt heißt’s nur noch Thema finden und du kannst schon loslegen!


Julia Baumgartl

Geschrieben von Julia Baumgartl am 28. Oktober 2019

Ich bin seit 2019 bei KLIXPERT im Inbound Marketing Team dabei. Als ausgebildete Journalistin hat es mir schon immer Spaß gemacht Geschichten zu erzählen. Bei KLIXPERT bin ich für die Content-Erstellung, das Storytelling und die Pressearbeit zuständig.

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